ACHTUNG: Maklerprovision mehr als 3,57% - Da stimmt was nicht!!

23Juni

ACHTUNG: Maklerprovision mehr als 3,57% - Da stimmt was nicht!!

Gelegentlich finden sich Maklerangebote mit mehr als 3,57% Käuferprovision. Das ist ungewöhnlich und könnte auf eine gesetzeswidrige Benachteiligung des Käufers schließen lassen. Eine Erklärung:

Gesetzliche Besserstellung des Käufers

Seit Dezember 2020 gilt ein neues Maklerrecht. Der Käufer darf hinsichtlich der Provision nicht schlechter gestellt werden als der Verkäufer. Ein Makler darf seitdem vom Käufer maximal die gleiche Provision vom Käufer fordern, wie sie auch vom Verkäufer gezahlt wird.

Den Verkäufer provisionsfrei stellen geht nicht mehr
Bis Dezember 2020 gab es viele Makler, die den Verkäufer provisionsfrei stellten um so an einen Auftrag zu kommen. Der Käufer zahlte in diesen Fällen allein die Provision. Das geht seitdem nicht mehr. Nur wenn der Verkäufer auch eine Provision zahlt, kann der Makler auch vom Käufer eine Provision verlangen. Die Obergrenze der Käuferprovision ist die gleiche Höhe, die auch der Verkäufer zahlt.

Der Makler geht leer aus
Sollte ein Makler mehr als 3,57% vom Käufer verlangen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass der Makler weiterhin den Verkäufer provisionsfrei stellt und Provision nur vom Käufer verlangt. Das widerspricht der neuen Rechtslage mit der Folge, dass der Makler seinen gesamten Provisionsanspruch verliert. Auch durch Individualvereinbarungen ist die Rechtslage nicht abänderbar. Käufer können das herausfinden, denn sie haben ein Auskunftsrecht gegenüber dem Makler und dem Verkäufer. Der Vertrag mit dem Verkäufer muss offengelegt werden.

Benachteiligung der Käufer auch bei normaler Provision möglich
Doch nicht nur wenn die Käuferprovision 3,57% übersteigt könnten Makler Unwissenheit ausnutzen und den Verkäufer weiterhin zum Nachteil des Käufers provisionsfrei stellen wollen. Doch selbst nach Abschluss des Kaufvertrages hat der Käufer einen Auskunftsanspruch gegen den Makler und den Verkäufer. Stellt sich heraus, dass der Verkäufer keine oder eine geringere Provision zahlt, verliert der Makler seinen gesamten Provisionsanspruch. Der Käufer braucht dann nicht zu zahlen und kann sogar bereits bezahlte Provision vollständig zurückverlangen.

Unwissenheit kann ausgenutzt werden
Leider ist festzustellen, dass es weiterhin Makler gibt die sich zum eigenen Vorteil gesetzwidrig verhalten. Es wird Unwissenheit ausgenutzt. Doch auch nach Jahren besteht der Anspruch des Käufers noch.

Die Maklerleistung ist zuallererst für den Verkäufer
Die großen, seriösen Lokalmakler sind teils schon seit längerem dazu übergegangen, den Käufer provisionsfrei zu stellen. Sie üben keine Doppeltätigkeit mehr aus, sondern vertreten ausschließlich die Interessen des Verkäufers. Ohnehin war und ist die Maklerdienstleistung immer schon hauptsächlich verkäuferorientiert.

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Eine Information von Eck & Company Immobilien GmbH

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