Der Makler und sein schlechter Ruf

26Februar

Geldern

Immobilienmakler genießen keinen guten Ruf. Als Berufsgruppe rangieren sie auf ähnlich schlechtem Platz wie Politiker und Journalisten – ganz hinten! Das trifft insbesondere auf Makler von Wohnimmobilien zu und konzentriert sich innerhalb dieser Gruppe wiederum auf diejenigen Makler, die hauptsächlich Wohnungsvermietungen vermitteln und in Großstädten agieren.

 

 

Einzig Makler müssen ihre Provision offenlegen

Doch warum ist das so? Da ist zuallererst die Provision, von der der Makler lebt, die den größten Unmut hervorruft. Dabei ist die Maklerbranche die einzige Berufssparte, die den Preis ihrer Leistung offenlegen muss. Niemand regt sich über andere Vermittler auf, die ebenfalls von Provision leben. Da wären Versicherungsvertreter, Reisebüros, Bankberater und einige mehr. Keine Offenlage der Provision, keine Aufregung. Ja, auch kein Verhandeln über die Provision, obwohl es durchaus möglich wäre.

Zulassungsvoraussetzungen gab es früher nicht

Dazu kommen die früher laxen Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf. Das zog bisweilen merkwürdige halbseidene Glücksritter an, die in der Stadt schon mal gerne mit Protzkarosse und Goldkettchen auffielen und als absolute Minderheit dennoch das Bild der Makler prägten.

Zudem hat der Ottonormal-Immobilieneigentümer im Leben wenn’s hoch kommt höchstens einmal mit einem Makler zu tun. Da sind des Rufes wegen Berührungsängste und man hat vor allem keine eigenen Erfahrungen mit Maklern.

Makler nicht gleich Makler

Wenn man dann doch mal mit Maklern zu tun hat, stellt der Verbraucher jedenfalls bei näherem Hinsehen fest, es gibt durchaus erhebliche Unterschiede auch unter eingesessenen Maklern. Denn die hinter dem Vermittlungsgeschäft steckende Dienstleistung kann höchst unterschiedlich sein. Da macht der eine Makler schnell hingeschluderte Handyfotos für Exposé und Internet, der andere macht sich mit Profikamera und Fotografieausbildung auf den Weg und dekoriert das Objekt um es von der besten Seite zu präsentieren. Das geht über das richtige texten weiter und endet noch lange nicht bei der richtigen Besichtigungsdramaturgie.

Neue gesetzliche Regelungen

Die Zulassungsvoraussetzungen für den Immobilienberuf des Maklers und Hausverwalters hat der Gesetzgeber übrigens endlich vor 2 Jahren deutlich verschärft. War es bis dahin nur nötig ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen und ein paar 100 Euro für den Gewerbeschein, muss nun ein Fach- und Sachkundenachweis erbracht werden. Und es gibt seit 2019 zudem eine Fortbildungspflicht, die regelmäßig der Aufsichtsbehörde nachzuweisen ist. Das ist eine von den Berufsverbänden seit Jahrzehnten geforderte gesetzliche Voraussetzung.

Makler im Ausland genießen hohes Ansehen

In anderen Ländern, allen voran die USA und in Europa UK aber auch in Frankreich und den Niederlanden ist der Ruf des Maklers extrem viel besser. Makler genießen in einigen Ländern Ansehen wie hierzulande Notare. Es wird dort auch anders gearbeitet. Teils 90% und oft noch mehr der Hausbesitzer beauftragt für die Veräußerung der Immobilie selbstverständlich einen Immobilienmakler. Die Maklerkosten übernimmt daher fast immer der Verkäufer der Immobilie. Dessen Interessen sollte eigentlich auch hierzulande zuerst im Fokus der Maklerleistung stehen. In Deutschland gab es im Jahr 2020 eine Gesetzesänderung, die in diese Richtung geht. Viele Makler werden endlich zu einer grundlegenden Änderung des Geschäftsmodells gezwungen, nur den Käufer bezahlen zu lassen.

Nur der Käufer zahlt den Makler ist vorbei

Durch die künftige Zweiteilung des Maklergeschäfts entfallen die dem bisherigen deutschen System typischerweise einhergehenden Loyalitätsprobleme. Diese entstehen in Deutschland noch allzu leicht dadurch, dass der Auftraggeber des Maklers im Regelfall der Verkäufer ist, der Bezahler aber der Käufer. Dem wird nun endlich durch den Gesetzgeber ein Riegel vorgeschoben. Seit Dezember 2020 muss der Käufer nur dann eine Provision zahlen, wenn der Verkäufer ebenfalls eine Provision zahlt. Und höher als die Provision des Verkäufers darf die Provision des Käufers dann nicht sein. Und das muss der Makler dem Käufer nachweisen. Verkaufsaufträge bekommen mit dem Argument „Für den Verkäufer kostenlos“ ist dann endlich vorbei. Denn zahlt der Verkäufer keine Provision, muss auch der Käufer nicht zahlen.

Maklerruf wird mittelfristig besser

Dann steht endlich, wie in anderen Ländern schon immer, der Verkäufer als eigentlicher Auftraggeber im Zentrum der Maklerleistung. Zwar haben sich viele Makler heftigst gegen diese Änderungen gewehrt. Doch es ist zu erwarten, dass sich dann die Spreu vom Weizen trennt und sich der Ruf des Berufsstandes langfristig verbessert.

Diese Veränderung spielt Eck & Company Immobilien GmbH in die Hände. Denn seit fast 50 Jahren arbeiten wir so, wie es der Gesetzgeber es nun vorschreibt.

Mehr zum Thema auch hier:
https://www.immobilienscout24.de/wissen/verkaufen/warum-haben-makler-schlechten-ruf.html#anchor1

https://www.immoverkauf24.de/services/news/immobilienmakler-und-ihr-schlechter-ruf-ist-das-negativ-image-gerechtfertigt/

https://immobilien-jobs.de/immobilienmakler-schlechter-ruf/

 

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Eine Information von Eck & Company Immobilien GmbH

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