Eigentum - Ei.gen.tüm-lich

18April

Eigentum Ei.gen.tüm-lich

Ist es nicht eigentümlich, dass große Teile der Politik ignorieren, dass der Wunsch nach Eigentum eigentümlich zu den Deutschen gehört? Bis zu 84 % der Deutschen wünschen im eigenen Heim zu leben. Dass viele politische Parteien in konsequenter Ignoranz diese Mehrheitswunsches einzig den Mieterschutz in den Mittelpunkt ihrer Programmatik stellen, statt die Förderung des Wohneigentums kann man schon fast als undemokratisch bezeichnen.

Es gibt jedenfalls in Deutschland die mit Abstand geringste Eigentumsquote in der EU.

Quelle: Institut der deutsche Wirtschaft Köln (Schweiz nicht in der EU – UK auch nicht mehr)

Mieterschutz ist richtig und nötig.
Aber nur bei gleichzeitiger Förderung des Eigentums. Die Politik jedoch sieht Eigentümer eher als dem Allgemeinwohl schädliche Individuen, weswegen diese wo auch immer gemolken werden. Dagegen gibt es kaum Widerstand. Eigentümer werden als willkommene Steuerzahler gesehen. In NRW ganz besonders, denn indem hier vor allem an der Grunderwerbsteuer extrem gedreht wurde (NRW 6,5% und damit der höchste Satz in Deutschland). Doch auch die Grundsteuer (Kommunalsteuer - trifft auch Mieter) ist beliebt bei der Politik.

Eigentumsförderung war in den Nachkriegsjahren Staatsziel
Das im Jahr 1950 verabschiedete Erste Wohnungsbaugesetz spiegelt diese Entscheidung wider. Durch die Vergabe von unverzinsten Baudarlehen aus Haushaltsmitteln des Bundes und der Länder bei etwa 30-35jährigen Tilgungsfristen gelang es entscheidend, den Wohnungsbau zu fördern. Ziel: Eigentum bringt Unabhängigkeit. Diese Zeiten sind lange vorbei.

Ab den 1970er Jahren wurde die Eigentumsförderung kontinuierlich reduziert
Wer kennt heute noch die 7B-Abschreibung oder die Eigenheimzulage? Niemand. Anfang der 2000er verabschiedete sich die Politik nahezu vollständig aus der Eigentumsförderung. Die Folgen sind bis heute zu sehen. Auch wenn an unterschiedlichsten Schrauben vielfach gedreht wurde.

Eigentum verpflichtet – So steht es im Grundgesetz
In Deutschland gibt es aber vergleichsweise wenig Privateigentum. Warum nur? Eine These (Nicht unbedingt unsere): Die Politik hat jahrzehntelang versucht, Privateigentum zu verhindern. Doch wofür? Viel Eigentum wurde unter dem Deckmantel des Sozialen zum staatlichen Wohl verallgemeinert. Und das fehlt heute den Privateigentümern. Das schafft soziale Ungerechtigkeiten und hält Abhängigkeiten aufrecht. Je weniger Eigentum in privater Hand umso stärker der Staat. Privates Eigentum dagegen stärkt das Volk gegenüber dem Staat. Eigentum stärkt also, aber auch Verantwortung. Es lohnt der Blick in die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien zur Bundestagswahl 2021.

 

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Eine Information von Eck & Company Immobilien GmbH

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