Immobilien sind gefragt wie noch nie – Unterliegen Käufer einem pandemischen Herdenverhalten?

30Juni

Immobilien sind gefragt wie noch nie – Unterliegen Käufer einem pandemischen Herdenverhalten?

Wollen jetzt alle kaufen? Wie wirkt sich das auf die Preise aus? Und welche Gefahren bringt diese Entwicklung?

Geht die Angst um nichts mehr zu bekommen?
Wir beobachten derzeit eine hohe Nachfrage zum Kauf. Daher wundert ein aktueller Bericht einer Wirtschaftszeitung nicht in dem es heißt: Viele Menschen haben Angst keine Immobilie mehr zu finden und kaufen fast alles.

Die Preise steigen
In einem Interview mit einem Finanzierungsvermittler spricht dieser dann auch von Herdenverhalten. Und Kaufpanik vor dem großen Knall. Er gibt ein Beispiel: Ein 3-Familienhaus von 1961 wurde von ihm auf einen Wert von 160.000€ geschätzt. Die Forderung lag bei mehr als dem Doppelten 345.000€. On Top kam noch ein Bieterverfahren, was den Preis um weitere 10.000€ erhöhte.

Pandemisches Herdenverhalten
In der Pandemie haben wir Herdenverhalten vor allem als Hamstern erlebt. Der Run ging in Deutschland vor allem auf Klopapier und Hefe. WissenschaftlerINNEN bezeichnen das krisenbedingte Herdenverhalten als Ansteckungseffekt. Gemeint ist der Effekt in dem sich zum Beispiel Finanzkrisen in mehreren Ländern ausbreiten.

Haben wenige einen Wissensvorsprung?
Einige wenige Marktteilnehmer haben anscheinend aktuellere oder verlässlichere Informationen als der Rest. Die anderen haben diese Informationen nicht und orientieren sich an den vermeintlich Wissenden. Diese ungleichmäßige Verteilung von Informationen, man spricht von Informationsasymetrie führt dazu, dass sich Panik pandemisch ausbreitet. Und wenn alle dann gleichzeitig kaufen oder verkaufen wollen ergibt sich ein entsprechender Preiseffekt.

Ist es bei Immobilien derzeit ähnlich?
Sicher spielt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage eine entscheidendere Rolle. Klar ist aber eins: Viele Menschen wollen eine Immobilie kaufen.

Passend dazu erkennen Analysten vor allem in den attraktiven Städten eine immer stärker um sich greifende Überhitzungsgefahr. Kern einer jährlichen Untersuchung ist der sogenannte Vervielfältiger. Er besagt wie viele Jahresnettokaltmieten zum Erwerb einer Wohnung nötig sind. Je höher der Vervielfältiger umso unrentabler ist der Erwerb für Anleger und Selbstnutzer. In 3 Jahren erhöhte sich der Faktor für Berlin um fast 29%. Damit markiert Berlin die Spitze der Top-7-Standorte.

Herdenverhalten treibt die Preise weiter
Und was bedeutet das: Die Immobilienpreise und die Nachfrage steigen weiter. Noch trifft ein knappes Angebot auf viele Kaufwillige. Und damit kommt es zu weiteren Preissteigerungen.

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