Makler: Banken vs Unabhängiger Makler

06Februar

 

Geldern
Bei der Wahl eines Maklers stellt sich dem Verkäufer gelegentlich die Frage, ob nicht ein Bankenmakler die bessere Wahl ist.

 

Zu selten hat man im Leben überhaupt mit dem Verkauf einer Immobilie zu tun. Es fehlt an Erfahrungen in dem Metier und Immobilienmakler haben ja ohnehin einen schlechten Ruf. Da erscheint eine Bank als Makler für den Verkauf der eigenen Immobilie schnell die sicherere Wahl zu sein. Das ist ein vermeintlicher Imagevorteil, der von Banken bewusst leidlich (aus)genutzt wird.
Banken verleihen Geld – Warum dann makeln?
Banken sind als Makler zunächst einmal nichts anderes als andere Makler auch. Doch es gibt gravierende Unterschiede.

Da ist zunächst einmal die Frage, warum Banken sich überhaupt als Makler betätigen. Die Makelei ist doch garnicht die Kernkompetenz der Banken. Die Antwort ist aus Sicht eines unabhängigen Maklers wie Eck & Company Immobilien GmbH ganz einfach. Banken und Bausparkassen nutzen das Makeln von Immobilien als Vehikel zur Förderung der Kernkompetenz. Das Verleihen von Geld. Dem Käufer wird suggeriert, besser über die Bank zu finanzieren, als über eine fremde Bank. Mit dem an den Käufer verliehenen Darlehen sichern sich Banken eine Kundenbindung über Jahrzehnte. Da spielt die erwirtschaftete Maklerprovision eine völlig untergeordnete Rolle.

Der Käufer steht im Fokus des Bankeninteresses
Damit ist auch die Frage beantwortet, welcher der beiden Vertragspartner eines Maklergeschäfts für die Bank wichtiger ist. Klar der Käufer. Dem wird dann gleich das komplette Leistungsportfolio verkauft. Natürlich das Darlehen, dann die Risikolebensversicherung, der Bausparvertrag, die Hausversicherung inclusive Hausratversicherung und Haftpflicht. Und, da der Bankberater von jeder einzelnen Leistung eine interne Provision erhält, auch noch einiges mehr. Alles aus einer Hand. Toll!

Natürlich sind das keine sogenannten Kopplungsgeschäfte, denn die sind ja auch verboten. Doch wenn das Traumhaus nun mal vom Bankenmakler angeboten wird, ist die Versuchung groß, allen Zusatzgeschäften zuzustimmen, man will ja schließlich nicht zweiter Sieger sein, und das Haus haben. Clever von den Banken, nicht wahr?

Verkäuferinteresse leidet unter dem Geschäftsmodell der Banken
Darunter leidet die Qualität der Maklerleistung für den Verkäufer. Der Imagevorteil sorgt dafür, dass man geregelte Arbeitszeiten als Bankenmakler hat. Wochenendtermine? Oder nach Feierabend? Das ist kaum nötig. Präsentable Objektaufbereitung wie schöne Fotos, Homestaging oder digitalisierte Unterlagen? Oder gar Grundrisse animieren und digital aufbereiten? Warum? Läuft doch! Verkaufsoptimierte Texte? Da reicht doch oft der Spruch: „Erkenne die Möglichkeiten“ Passt immer. Hauptsache man hat den Verkäufer unter Vertrag, der Rest läuft von allein. Banken müssen nicht verkaufen, Banken verteilen.

Wenn die Versteigerung droht
Und da ist noch die Sache mit den notleidenden Objekten. Der Bankkunde kommt seinen Verpflichtungen (Zinszahlung etc) nicht mehr nach. Da ist dann schnell die Bank dabei den eigenen Bankmakler ins Spiel zu bringen, man könne ja dann die vielleicht drohende Versteigerung abwenden, zumindest hinauszögern und für vermeintlich bessere Preise sorgen. Welcher Eigentümer wird sich dem erwehren wollen?

Projektentwicklung anstelle der Kommunen
Noch tiefer sind Banken in das Immobiliengeschäft eingestiegen, die Projekt- und Grundstücksentwicklung betreiben. Ganze Baugebiete stellen die Kommunen Banken zur Vermarktung zur Verfügung. Eigenes Personal, welches zu früherer Zeit diese kommunalen Aufgaben ausführte fehlt. Die freie Wirtschaft zahlt besser. Das ist der Freibrief für die Banken nach Gutdünken ihr Kerngeschäft, die Darlehensvergabe, durchzudrücken. Jedenfalls gibt es im Kreis Kleve kaum ein Neubaugebiet, was nicht von den Banken gehörenden Gesellschaften entwickelt und vermarktet wird.

Freie Bauträger werden geködert
Last but not least: Das Bauträgergeschäft. Bauträger benötigen oft Millionen Euro zum Bau von Wohnungen. Die müssen vorfinanziert werden, und das für die Banken nur sehr kurzfristig. Also hohes Risiko und kaum Gewinn. Doch da ist der angeschlossene Bankenmakler. Geld bekommt der Bauträger aber nur, wenn der Bankenmakler den Verkauf macht. So hat die Bank auch hier den Fuß in der Tür für Geschäft auf Jahrzehnte über die Vergabe der Darlehen an die Käufer.

Das alles sollte man sich überlegen, bevor man sich für einen Bankenmakler entscheidet.

 

Für Käufer:
Wenn Sie zu unseren Premium-Kunden gehören möchten, können Sie Ihren Suchwunsch hier eintragen:

https://www.eck.de/immobilien/wohnen/kaufen/haeuser/#suchanfrage

 

Eine Information von Eck & Company Immobilien GmbH

www.eck.de

Bewerten Sie Eck & Company Immobilien GmbH