Makler werden ist nicht schwer - Makler sein dagegen sehr

08Juli

Makler werden ist nicht schwer - Makler sein dagegen sehr

Makler sind nicht gerade die beliebteste Berufsgruppe. Sie rangieren in der Beliebtheitsskala (in Deutschland, anders als in anderen EU-Ländern) ganz unten. Leider gelegentlich zurecht.

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Wie in vielen anderen Berufen auch, gibt es schwarze Schafe. Daran ändert auch nichts die drastische gesetzliche Zulassungsänderung, verbunden mit Fortbildungsverpflichtungen. Vor allem die neueste Änderung, dass alle Maklerverträge -anders als bisher- in Textform zu schließen sind, versuchen „Makler“ zu umgehen. Immer wieder versuchen Makler die Unwissenheit von Käufern und Verkäufern zum eigenen Vorteil auszunutzen.

Das ist schmutzig und beschädigt den Ruf der Branche. 

Ein aktuelles Beispiel aus Juni 2021 wurde uns zugetragen:
Verkäufer und Käufer sind sich einig. Preis und Bedingungen sind -ohne zutun des Maklers- ausverhandelt, ebenso die -geringere- Provision für den Makler, der akzeptiert. Der Makler wird angewiesen den Kaufvertrag vorzubereiten und angewiesen, alle weitere Verkaufsaktivitäten einzustellen. Zudem kündigt der Verkäufer der Maklerauftrag.

Der Makler handelt aber nicht wie angewiesen, sondern akquiriert weiter Interessenten, mit dem Ziel eine höhere Provision für sich zu erzielen, als die ausverhandelte. 

Jetzt kommt’s:
Der Makler erklärt dem Verkäufer, dass er vertraglich nicht berechtigt sei, ohne den Makler Verhandlungen mit Interessenten zu führen. Er macht sogar Schadensersatz geltend, für den Fall, dass mit einem nicht durch ihn nachgewiesenen Interessenten ein Kaufvertrag zustande kommt.

Das ist völliger Humbug, in Ausnutzung der ggf. vorhandenen Unwissenheit des Verkäufers. Denn der Verkäufer kann jederzeit, völlig ohne den Makler, eigene Verhandlungen und Gespräche führen, ohne den Makler informieren zu müssen. 

Aber es geht in dem Fall noch weiter.
Der Interessent hat das Kaufobjekt unzweifelhaft durch den Makler nachgewiesen bekommen. Der Makler jedoch glaubt den zwingend gesetzlich vorgeschriebenen Maklervertag in Textform nur durch ein Anklicken eines Häkchens zustande gebracht zu haben. Das ist nicht der Fall. Textform heißt, der Interessent muss schreiben: „Ja, ich will deinen Dienste und zahle auch“

Da das in dem vorliegenden Fall so nicht geschehen ist, es gibt also keinen Maklervertrag mit dem Interessenten, mit der Folge dass der Interessent KEINE Provision zahlen muss. 

Ergebnis:
Für den Verkäufer 
Der Makler verhindert die Abwicklung des Kaufvertrages. Er verstößt gegen seinen Vertrag. Dadurch verliert er seinen Provisionsanspruch gegenüber dem Verkäufer.

Ergebnis:
Für den Käufer

Ein Maklervertag ist nicht zustande gekommen. Damit gibt es auch keine Grundlagen für eine Käuferprovision.

MaklerINNEN, die solche Praktiken anwenden, muss das Handwerk gelegt werden. Ein für alle Male!!

 

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Eine Information von Eck & Company Immobilien GmbH

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