Warum müssen Käufer einen Maklervertrag schließen?

24Januar

Mit der Änderung des Maklerrechtes zum 23.12.2020 müssen Maklerverträge auch mit Käufern in Textform geschlossen werden (nicht Schriftform).

 

Maklervertrag vor 2021 durch schlüssiges Handeln

Dazu muss man wissen, der Maklervertrag kam früher automatisch zustande. Fragte der Kaufinteressent ein provisionspflichtiges Kaufangebot an und antwortete der Makler darauf mit dem Exposé und der Adresse des Objektes, war der Vertrag geschlossen. Vertragsabschluss durch konkludentes (schlüssiges) Handeln. Dass das ein Vertragsabschluss war, war Käufern nie bewusst.

Genauso wenig ist den Menschen bewusst, dass sie auch im Supermarkt einen Vertrag schließen, einen Kaufvertrag. Durch Vorlegen der Ware an der Kasse und Bezahlung, ist der Kaufvertrag durch konkludentes Handeln zustande gekommen. Wir alle machen täglich Verträge, ohne es zu wissen. Die mit Abstand meisten Verträge kommen auf diese Weise zustande.

Textform bei Maklerverträgen

Nun aber gilt die Textform für provisionspflichtige Maklerverträge. Fragt der Interessent nun ein provisionspflichtiges Immobilienangebot an, antwortet der Makler (oder das Online-Portal) erst mit der Aufforderung den Maklervertrag zu schließen. Erst dann übersendet der Makler Exposé und Adresse.

Gut zu wissen

Die Zahlung der Provision wird jedoch erst dann fällig, wenn der Interessent die angebotene Immobilie auch kauft. Aus Angst, was der Makler denn da für einen Vertrag mit einem machen wolle, reagieren noch viele Interessenten gar nicht auf die Aufforderung des Maklers, den Maklervertrag zu bestätigen.

Auf der einen Seite geht diesen Interessenten das Objekt sozusagen durch die Lappen. Auf der anderen Seite gehen diese Interessenten für den Makler verloren.

Geltung nur für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen

Die neue Regelung gilt nur für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Rechtlich noch nicht eindeutig geklärt sind Häuser mit Einliegerwohnungen oder wenn der Käufer solcher Objekte nicht zum Selbstbezug, sondern zur Kapitalanlage sucht. Da dürften Gerichte noch mit beschäftigt werden.

Sonderfall – Keine Käuferprovision

In den immer mehr werdenden Verkaufsfällen, in denen keine Käuferprovision verlangt wird, muss auch kein Maklervertrag geschlossen werden. Auch Widerrufsbelehrungen muss der Makler nicht machen, da eben kein Vertrag mit dem Käufer nötig ist.

In diesen Fällen zahlt ausschließlich der Verkäufer die Provision. Der Makler wird in diesen Fällen auch ausschließlich die Interessen des Verkäufers vertreten. Bei Eck & Company Immobilien GmbH ist die damit verbundene Serviceleistung deutlich erhöht gegenüber einem Standard-Auftrag.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Mehr Infos auch mit diesem Link:

https://www.eck.de/blog/was-aendert-sich-fuer-immobilienkaeufer-bei-der-maklerprovision

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