Was ändert sich für Immobilienkäufer bei der Maklerprovision?

22Dezember

 

Neuregelung des Maklerhonorars – Praktische Auswirkungen für Käufer von Einfamilienhäusern und Wohnungen zur Selbstnutzung.

Seit dem 23. Dezember 2020 hat der Gesetzgeber die Maklerprovision neu geregelt

Ziel ist es die Käufer von selbstgenutztem Wohneigentum kostenmäßig zu entlasten. Käufer dürfen ab dann in keinem Fall mehr die Provision alleine bezahlen. Teilung ist ab sofort das Gebot. Der Käufer darf nur noch mit maximal der Hälfte der Gesamtprovision belastet werden.

Allerdings bringt dieses neue Gesetz Veränderungen für Interessenten bei provisionspflichtigen Exposé-Anfrage mit sich.

1) Immobilienkäufer von Einfamilienhäusern und Wohnungen dürfen ab sofort gesetzlich nicht mehr Maklerprovision zahlen als der Verkäufer – Stichwort „fair teilen“.

2) Zwischen Makler und Käufer ist ab sofort ein sogenannter „Maklervertrag“ in Textform abzuschließen, bevor der Makler tätig werden kann um zum Beispiel ein Exposé zuzusenden. Andernfalls verwirkt der Makler seinen Provisionsanspruch.

Wird eine Käuferprovision verlangt passiert folgendes:

a) Bei einer Anfrage nach einem Angebot (zum Beispiel über ein Online-Portal) verschickt der Makler erst einen Maklervertrag. Diesen muss der Kaufinteressent aktiv bestätigen. Etwa mit der Antwort: „Auftrag erteilt, (Name).“ Kosten entstehen dem Kaufinteressenten hierdurch nicht. (Das Anklicken einer Check-Box, wie es diverse Online-Portale lösen wollen, ist rechtlich nicht ausreichend. Der Makler verwirkt in diesem Fall seinen Provisionsanspruch. Der Käufer braucht keine Provision zu zahlen).

b) Zeitgleich muss der Makler -wie bisher auch schon- über das gesetzlich garantierte Widerrufsrecht ( Verbraucherschutz) des Kaufinteressenten belehren.

c) Der Käufer eines Haues oder Wohnung zum Selbstbezug hat ein Auskunftsrecht, wenn der Makler eine Käuferprovision verlangt. Der Makler muss auf Verlangen nachweisen, dass der Verkäufer ebenfalls eine Provision bezahlt sowie deren Höhe.

d) Werbung von Immobilienmaklern á la „Für den Verkäufer kostenlos“ kann es ab sofort nicht mehr geben. Der Makler müsste dann nämlich auch für den Käufer kostenlos tätig werden.

Alles Vorgenannte gilt nicht, wenn der Makler keine Käuferprovision verlangt. In diesem Fall übernimmt allein der Verkäufer die Maklerprovision. Der Makler vertritt dann aber auch ausschließlich die Interessen des Verkäufers. Ein Maklervertrag mit dem Käufer ist nicht nötig, ebenso auch nicht die Belehrung über das Widerrufsrecht.

Bei einer Anfrage nach einem Kaufangebot wird der Makler dann auch sofort reagieren und das gewünschte Exposé übersenden, wie auch alle anderen Angaben übermitteln.

Für die Kunden der Eck & Company Immobilien GmbH ändert sich bis auf einen zusätzlichen Schritt bei einer Immobilienanfrage, nämlich dem sog. „Maklervertrag“ per Mail vorab, nichts. Dennoch ist davon auszugehen, dass es Zeit brauchen wird bis sich Kaufinteressenten an diese neue Vorgabe gewöhnt haben.

Wir begrüßen das neue Gesetz ausdrücklich, da es dazu führen wird das sich die Arbeit der Immobilienmakler professionalisieren muss und wird und eher unprofessionelle Makler vom Markt verschwinden.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite – wie wir dies auch in allen anderen Themen rund um Immobilien seit fast 50 Jahren tagtäglich tun.

Ihr Team von Eck & Company Immobilien

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