Wohnungsbesichtigung – 10 Tipps, den Vermieter zu überzeugen

21Januar

Hat man eine geeignete Wohnung gefunden, gilt es im nächsten Schritt den Vermieter oder Makler von sich zu überzeugen. Doch dies ist aufgrund der zahlreichen Konkurrenz leichter gesagt als getan. Denn heutzutage gleicht eine Wohnungsbesichtigung einem Bewerbungsgespräch. Deshalb sollte man sich als potentieller Mieter von seiner besten Seite zeigen. Wer die folgenden 10 Tipps beherzigt, ist vielen Konkurrenten bereits einen Schritt voraus.

Freundlich aber bestimmt auftreten

Bereits beim ersten Telefonat mit dem Hausherrn sollten Sie zielgerichtet vorgehen. Unschlüssigkeit kann leicht als Desinteresse angesehen werden. Stellen Sie sachlich und freundlich Ihre ersten Fragen zur Wohnung (die Sie sich auch vor dem Telefonat notieren können) und bitten Sie um einen kurzfristigen Termin zur Wohnungsbesichtigung. Ihr Name sollte gut zu verstehen sein, damit sich der Eigentümer des Mietobjektes später an Sie erinnern kann. Sofern Sie mehrere potentielle Vermieter kontaktieren, legen Sie sich eine überschaubare Liste mit Telefonnummern und Wohnungsangaben an. So werden die Angebote nicht durcheinander gebracht und der Vermieter nicht irritiert.

Erster Eindruck zählt

Auch wenn es etwas abgedroschen klingt – der berühmte erste Eindruck zählt. Er entscheidet oft darüber, ob man als Mieter in die engere Wahl kommt. Um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, können Sie bereits mit Höflichkeit und guten Umgangsformen punkten. Abgerundet wird ein positiver Eindruck durch ein gepflegtes Erscheinungsbild, weshalb beim Erstkontakt mit dem Wohnungsvermieter auf saubere und ordentliche Kleidung geachtet werden sollte. Von übertriebenem Styling wird hingegen abgeraten. Kommen Sie in jedem Fall pünktlich zur Wohnungsbesichtigung. Lassen Sie den Vermieter oder Makler in keinem Fall warten. Dies kann als generelle Unzuverlässigkeit ausgelegt werden, und ihre Chancen bei der Auswahl schmälern.

Vollständige Unterlagen mitbringen

Diese Unterlagen sollten Mieter zur Wohnungsbesichtigung mitbringen

Sowohl Eigentümer als auch Makler schätzen vollständige Unterlagen bei der Wohnungsbewerbung. Wer die geforderten Unterlagen nicht oder nur unvollständig mitbringt, reduziert seine Chancen auf die Wohnungsvergabe deutlich. In Sachen Bonitätsauskunft können Sie den Vermieter beeindrucken, indem Sie ihm eine Schufa-Eigenauskunft vorlegen. Diese können Sie gegen eine geringe Gebühr online bei der Schufa beantragen.

 

Notwendige Unterlagen für eine Wohnungsbesichtigung

  • Personalausweis
  • Selbstauskunft
  • Einkommensnachweise
  • Schufa-Eigenauskunft
  • Arbeitsvertrag
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vorvermieters
  • eventuell Mietbürgschaft (bei zu geringem Einkommen)
  • eventuell Referenzen des Vorvermieters
  • eventuell Lebenslauf (wird in wenigen Fällen gefordert)
 

Natürlich und selbstbewusst

Präsentieren Sie sich ganz locker und natürlich, wie Sie wirklich sind. Vermeiden Sie alles, was irgendwie gekünstelt oder übertrieben wirkt. So sollte man z.B. blöde Bemerkungen oder Sprüche vermeiden, nur um sich vermeintlich interessanter zu machen. Ein Vermieter wird sich seinen Teil dazu denken, und Sie bei der Auswahl wahrscheinlich eher nicht bevorzugen. Vermeiden Sie jedoch auch zu viel Zurückhaltung. Suchen Sie aktiv das Gespräch, indem Sie Fragen zum Mietobjekt stellen, und so Ihr ehrliches Interesse signalisieren.

Persönliche Fragen und Finanzen

Auf Fragen zu Ihrer beruflichen Tätigkeit und finanziellen Situation sollten Sie gut vorbereitet sein. Kurze Antworten, die von der Finanzierbarkeit der Mietwohnung überzeugen – das ist es, was der Hausherr hören möchte. Lebensgeschichten interessieren ihn nicht, er möchte schließlich nur die Miete pünktlich bezahlt bekommen.

Argumente die Vermieter überzeugen

Gute Argumente vorbringen

Ist die Wohnung tatsächlich passend für Sie, sollten Sie dies dem Vermieter gegenüber deutlich machen. Wenn das angestrebte Einzugsdatum genau zu Ihren Wünschen passt, ist dies schon mal ein großer Vorteil. Das gilt auch für eventuelle Arbeiten, die in der Wohnung offensichtlich oder auf Nachfrage noch erledigt werden müssen. Fragen Sie in diesem Falle nach, was anfällt und wie die Renovierungsarbeiten verrechnet werden. Häufig freuen sich Eigentümer über Mieter mit handwerklichen Kenntnissen. So lässt sich auf dem Wege vielleicht sogar eine Monatsmiete sparen. Sofern Sie der richtige Mieter für die Wohnung sind, wird dies auch dem Vermieter nicht entgehen.

Die richtigen Fragen stellen

Zeigen Sie aufrichtiges Interesse, indem Sie passende Fragen zum Mietobjekt stellen. Dies kommt beim Eigentümer grundsätzlich immer gut an. Stellen Sie z.B. Fragen nach der vorhandenen Ausstattung oder der richtigen Pflege des Fussbodens. Erkundigen Sie sich nach den Nachbarn oder Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung. Wer nach vielen Details fragt, bleibt dem Vermieter oder Makler besser im Gedächtnis, und wird als Bewerber mehr ernst genommen.

Diese Fragen sollten Sie als Mieter stellen

  • Was gehört zum Mietobjekt? (z.B. Keller, KfZ-Stellplatz, Garten, Dachboden usw.)
  • Ausstattung / Zustand der Wohnung
  • Nachbarschaft
  • Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung
  • Nebenkosten
  • Welche Pflichten habe ich als Mieter? (z.B. Treppenhaus reinigen, Schnee räumen usw.)
  • Sind Haustiere erlaubt, wenn ja welche?

Mietkaution – nicht handeln

Bewerber, die gleich beim ersten Kontakt versuchen, über die Höhe der Mietkaution zu verhandeln, sind bei Wohnungseigentümern gar nicht gerne gesehen. Wem die Kaution zu hoch ist, erweckt möglicherweise den Eindruck, nicht solvent zu sein. An dieser Stelle gilt es zu bedenken, dass die Mietkaution für den Eigentümer eines Mietobjektes eine essentielle Sicherheit darstellt, auf die er schlecht verzichten kann. Legitim sind jedoch Fragen, in welcher Höhe die Kaution anfällt, und in welcher Form sie überreicht werden kann. So akzeptieren viele Wohnungsvermieter heutzutage anstelle der Barkaution eine Mietkautionsbürgschaft. Fragen zur Hinterlegungsform der Kaution sollten jedoch erst dann gestellt werden, wenn die Zusage für die Wohnung vorliegt.

Entschlossenheit zeigen

Ist die Wohnungsbesichtigung vorüber, wird sich der Vermieter für einen der Bewerber entscheiden. Nach welchen Kriterien er dabei vorgeht (Finanzen, Sympathie, Reihenfolge der Bewerber), bleibt sein Geheimnis. Das Einzige, was Sie nun tun können – sofern es sich um Ihre Traumwohnung handelt – ist, dran zu bleiben und Ihr Interesse immer wieder deutlich zum Ausdruck zu bringen. Wer sich erst eine Woche nach dem Termin wieder meldet, wird vom Vermieter verständlicherweise gerne abgeschrieben. Warten Sie also nicht darauf, dass er sich schon wieder melden wird, und nehmen Sie das Zepter bzw. den Telefonhörer in die Hand.

In Vermieter hineinversetzen

Wer bei der Wohnungsbewerbung in die engere Auswahl kommen möchte, sollte versuchen sich in die Lage eines Vermieters hineinzuversetzen. Hierzu sollte man sich folgende Frage stellen: was möchte ein Vermieter eigentlich? Ein Vermieter möchte vor allem pünktlich sein Geld haben. Des Weiteren erwartet er einen pfleglichen Umgang mit seinem Eigentum. Dann sollte der Mieter möglichst noch in das Umfeld passen, also nicht negativ durch Lärmbelästigung oder Verärgerung der anderen Mieter auffallen. Ein Vermieter wird demnach die Person(en) auswählen, welche diese Kriterien voraussichtlich am besten erfüllen. Mieter sollten bei einer Wohnungsbewerbung diese Punkte immer im Hinterkopf behalten.

Was Hausherren von ihren Mietern erwarten

  • pünktliche Zahlung der Miete
  • pfleglicher Umgang mit dem Eigentum
  • Mieter sollte ins Umfeld passen

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